— Vortrag: Einsatz von Rotor Drohnen zur Instandhaltung von automatisierten Industrieanlagen —

17.01.2017 18:28:44 | procow, Frank Wichert

 

Vortrag von Frank Wichert www.procow.de auf dem zweiten RotorDrone Forum im Hubschrauber Museum in Bückeburg am 13.01.2017

 

Thema:

 

Einsatz von Rotor Drohnen zur Instandhaltung von automatisierten Industrieanlagen

 

Agenda:

 

Automatisierte Industrieanlagen / Industrie 4.0

 

Einsatz von Rotor Drohnen

 

Synergie

 

Zusammenfassung

 

Einleitend berichtete Frank Wichert, dass er im Juni 2016 einen Vortrag auf der Zukunftskonferenz in Rüsselsheim im Juni 2016 zum Thema Robotik gehalten habe. Dort seien auch Vertreter der Opel AG anwesend gewesen, die stolz davon berichteten, wie produktiv ihr Werk mit 15.000 Mitarbeitern wäre. Angesichts der technischen Möglichkeiten durch Robotik und Industrie Drohnen sei durchaus denkbar, ein solches Werk in Zukunft nur mit 150 Mitarbeitenden produzieren zu lassen. Hier sei allerdings anzumerken, dass eine solche Entwicklung nicht für alle Beteiligten wünschenswert wäre.

 

Die Entwicklung der Industrie 4.0 bewege sich schleichend, aber unaufhaltsam weiter. Das gilt nicht nur für die Industrie, sondern genauso auch für den Mittelstand. Auch hier gebe es ihnen mehr Ansätze, die Möglichkeiten der Digitalisierung und der Nutzung von Rotor Drohnen.

 

Jahrzehntelang lag der Fokus darauf, wie die bestehenden Maschinen und Arbeitsprozesse effektiver gemacht werden können. Industrie 4.0 bringt an dieser Stelle ein neues Verständnis für die Produktionsabläufe. Jetzt gehe es teilweise darum, diese Maschinen und Arbeitsprozesse komplett umzustrukturieren.

 

Ein Beispiel dazu gab es auf der Automotive Messe. Es wird darüber nachgedacht, wie Roboter Menschen bei der Produktion unterstützen können. Beim Einbau einer Autotür beispielsweise werden auf diese Weise nicht mehr 45 Sekunden gebraucht, sondern nur noch 15. Das bedeutet eine erhebliche Geld-Einsparung.

 

Frank Wichert zeigte ein Foto von einer PKW-Produktionsstrecke, wo es fast keine Menschen mehr gibt, sondern die gesamte Fertigung nur durch Maschinen erfolgt. Alles ist hier präzise aufeinander abgestimmt. Mit Sensorik und Optik kann präzise festgestellt werden, was als nächstes gebraucht wird und wo welche Container mit speziellen Bauteilen gelagert sind und wie diese zur Produktion angeliefert werden.

 

Die Digitalisierung wird immer umfangreicher. Alle Prozesse sind genau getaktet. Das Stichwort dazu lautet Smart Factory.

 

In diesem Zusammenhang wird auch das Thema Sicherheit immer wichtiger. Die Industrieanlagen werden immer empfindlicher gegen Angreifer und müssen entsprechend geschützt werden. Es gibt aufwendige Zaunanlagen und Zugangskontrollen. Dort kann automatisch festgestellt werden, wo jemand über einen Zaun klettert. Die entsprechenden Signale werden dann sofort weitergeleitet.

 

Hier können Rotor Drohnen zum Einsatz kommen, die das Geschehen sofort mit der Videokamera festhalten und die Bilder an den Werkschutz senden. Dort kann dann entschieden werden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

 

Zu diesem Zweck gibt es zwei unterschiedliche Drohnen Systeme, ein kleineres und ein mittleres. Diese können auch zu Transport-Zwecken eingesetzt werden für Bauteile mit bis zu zweieinhalb Kilo, beispielsweise Antennen oder Kabelverbindungen. In der PKW Produktion eines anderen großen Herstellers wird der Einsatz bereits erden sie beispielsweise schon eingesetzt.

 

Die Rotor-Drohnen können beispielsweise Zäune und Tore von Industrieanlagen, Flughäfen oder Bundeswehr- Einrichtungen schützen, indem dort auf vorher festgelegten Routen Flug-Automaten eingesetzt werden. Auch im Inneren von großen Hallen oder bei übersichtlichen Geländen hätten Rotor-Drohnen große Vorteile.

 

Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen dort, wo es für die Menschen zu gefährlich wäre. Beispielsweise Erkundungsflüge in einem erloschenen Vulkan. Dort werden beispielsweise preiswerte

 

Kamera-Drohnen eingesetzt, die solange Bilder liefern, wie es möglich ist, bis sie irgendwann abstürzen und verglühen.

 

Auf diese Weise können Daten gesammelt werden, die sonst nur sehr schwer zu gewinnen wären. Es gäbe beispielsweise in der Forschung viele wertvolle Unterstützungsmöglichkeiten, beispielsweise bei Tests mit Explosionen.

 

Ein weiteres großes Einsatzgebiet für Drohnen ist die Deutsche Bahn. Sie hat ein riesiges Schienennetz und viele Gebäude. Hier können von bestimmten Streckenabschnitten Luft-Aufnahmen gemacht werden, beispielsweise, weil dort eine Störung gemeldet wurde.

 

Bevor die Fahrzeuge mit denen Reparatur-Teams losgeschickt werden, können Rotor-Drohnen den Schaden von oben filmen, sodass die Bautrupps schon wissen was auf sie zukommt und entsprechendes Material und Gerät mitgenommen haben. Das spart viel Zeit und Geld.

 

Es wurde als Beispiel ein Brandschaden an einem großen Windrad gezeigt und ein weiterer Schaden an einem abgebrochenen Flügel. Mit einer Kamera-Drohne kann genau festgestellt werden, was für ein Schaden hier eingetreten ist und welche Ersatzteile benötigt werden. Das vereinfacht und beschleunigt die Reparatur erheblich.

 

Die Hersteller von solchen Windrädern sind auf einem sehr hohen technischen Niveau. Mit entsprechender Sensorik erfahren sie sehr frühzeitig, an welchen Stellen es zu Beschädigungen oder Abbrüchen kommen kann. Auf diese Weise ist es möglich, die nötigen Ersatzteile wesentlich schneller als bisher anliefern zu können.

 

Auf diese Weise kann beispielsweise der Einsatz eines Kletterers zur Reparatur eines Windrades auf die Reparatur beschränkt werden. Die Kamera Drohne nimmt also den Schaden auf und der Kletterer weiß genau, welche Ersatzteile er braucht und entsprechend mitnehmen muss. Entsprechend muss er nur einmal auf das Windrad klettern.

 

Ein ganz wichtiges Thema ist der Einsatz von Kamera-Drohnen für die Feuerwehr. Die procow hat im letzten Jahr die Einsatzleitung einer Feuerwehr aus Marburg im Umgang mit Kamera-Drohnen ausgebildet.

 

Die Feuerwehr kann jetzt mit Hilfe einer Drohne feststellen, wo es noch Brandherde gibt bzw. wo noch Personen gerettet werden müssen. Die Rotor-Drohnen können beispielsweise auch in gefährliche Zonen hinein fliegen, die für Menschen gar nicht mehr erreichbar sind.

 

Ähnliches gilt für Katastropheneinsätze aus der Luft. Eine Aufnahme aus der Höhe sagt häufig mehr aus, als ein Foto von unten. Je mehr Informationen vorliegen, desto zielführender sind die Entscheidungen der Einsatzleitungen.

 

Es ist der Procow ein besonderes Anliegen, solche Geschehnisse aus der Luft beobachten und entsprechend analysieren zu können. Dabei geht es auch um Volumenberechnung, die aus der Luft durchgeführt werden können. Ebenso Oberflächenanalysen oder Vermessungsaufgaben. Procow arbeitet seit längerer Zeit mit einem Vermessungsbüro zusammen. Außerdem können die Rotor- Drohnen mit Wärmebildkameras ausgerüstet werden.

 

Die Schlüsselwörter sind an dieser Stelle „unterstützend und ergänzend“ für die menschliche Tätigkeit. Genauso wie ein Wachmann einen Hund zur Unterstützung dabei hat, wird es in Zukunft ganz selbstverständlich sein, Kamera-Drohnen zur Unterstützung einzusetzen. Beispielsweise wenn es irgendwo einen Alarm gegeben hat, kann sofort eine Kamera-Drohne aufsteigen und die Störung von oben filmen. Ganz ähnliches gilt für den Werkschutz oder die Bundeswehr.

 

Einschränken muss allerdings eingestanden werden, dass die Flugsysteme nicht immer einsetzbar sind, beispielsweise bei starkem Regen oder bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 50 km/h. Erfahrungsgemäß ist aber der Einsatz von Kamera-Drohnen an den meisten Tagen möglich.

 

Es stellt sich nun die Frage, ob die Unternehmen sich selbst eine eigene Abteilung "Kamera Drohne" aufbauen sollten. Hier muss festgestellt werden, dass es nicht allein ausreicht, ein solches Gerät anzuschaffen. Die Mitarbeiter müssen geschult werden und es folgen viele weitere Kosten.

 

Die Anforderungen an Piloten von solchen Kamera Drohnen sind recht erheblich. Sie müssen Wetterkarten und Flugkarten lesen können. Sie müssen die gesetzlichen und sonstigen Vorschriften kennen, beispielsweise wie hoch geflogen werden darf. Da gibt es regionale Unterschiede. Es ist relativ aufwendig, einen Streckenverlauf von beispielsweise 20 km Länge abzufliegen. Die genaue Strecke muss festgelegt werden. In der Regel müssen auch Kurven geflogen werden und es muss immer sorgfältig abgeschätzt werden, wo es eine Gefährdung von Menschen gibt.

 

Solche Aufgaben sollten besser Profis überlassen bleiben, die sich in der Materie auskennen. Die procow beschäftigt zu diesem Zweck einen ehemaligen Piloten-Ausbilder der Lufthansa. Er führt auch Schulungen für künftige Drohnenpiloten durch. In Frühjahr wird es wieder ein neues Programm mit Terminen für offene und hausinterne Seminare geben.

 

Außerdem hat die procow auf ihrer Homepage auch einen Store, wo entsprechende Drohnen und Zusatz-Ausrüstungen gekauft oder gemietet werden können. Die Procow hält engen Kontakt zu den verschiedenen in- und ausländischen Herstellern und kann die Kunden daher fachgerecht beraten.

 

Nähere Informationen gibt es unter www.procow.de oder unter der Telefonnummer: 0511 330 900 14

 

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